Holstein weiter auf Hoehenflug

Der MTV Herzhorn fand in der Handball-Regionalliga der Frauen am Sonnabend nie ein probates Mittel gegen die starke HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Die Folge: zehn Siebenmeter für die HSG, davon neun verwandelt, zehn Zeitstrafen gegen den MTV, Endergebnis 28:14 für Kiel.

”Wir fühlen uns besonders in eigener Halle sehr wohl. Hoffentlich wird die Erwartungshaltung der Zuschauer nicht zu groß”, sagte HSG-Trainer Jan Strunk nach einem weiteren beeindruckenden Heimsieg.

Der geriet nach anfänglichen Nachlässigkeiten bis zum 7:6 (15.) niemals in Gefahr. Die Abwehr zeigte eine sichere Vorstellung, im Angriff überforderten die Kielerinnen den Gegner durch schnelle und variantenreiche Kombinationen.

Selbst die Maßnahme, Lene Ege in enge Deckung zu nehmen, erwies sich für Herzhorn als Nachteil. ”Im Spiel fünf gegen fünf boten sich uns große Lücken”, so Strunk. Die nutzten besonders die Rückraumspielerinnen Katrin Maukel mit sechs und Ann-Christin Thoma mit fünf Treffern.

Immer wieder wusste sich der MTV nur mit Fouls zu helfen. Die Vielzahl der Siebenmeter verwandelte Lene Ege sicher. Später wurde sie von ihrer Sonderbewachung ”erlöst” und durch Stefanie Metz ersetzt. Einen ”Qualitätsverlust” sah Coach Jan Strunk in der Folgezeit nicht, die er für weitere personelle Experimente nutzte.

”Es läuft gut”, so Strunk. ”Und wenn wir in den nächsten beiden Partien nicht patzen, wird es zum Ende der Hinrunde richtig interessant.”

Holstein/Kronshagen: Meyer, Jungjohann – Ege (11/8), Gohlke (3/1), Maukel (6), Hansen, Metz, Thoma (5), Schulz (1), Dewald, Gronau, Ziegler (2).

[Quelle: Kieler Nachrichten – 22.10.2001]

Punkte und Praesente fuer die HSG Holstein

Mit zwei Punkten und weiteren Präsenten kehrten die Kieler Krabben mit einer flotten Fangquote von der Fahrt zur HSG Grimmen an die Förde zurück.

Wie in einem Märchen zauberten die Schützlinge von Jan Strunk beim 35:27 (16:15)- Sieg in Mecklenburg-Vorpommern in der Offensive, verlängerten die stolze 9:1-Zwischenbilanz um zwei weitere Zähler und feierten den behaupteten zweiten Tabellenplatz in der Handball-Regionalliga der Frauen nach einer feucht-fröhlichen Heimreise anschließend noch ausgelassen in einem beliebten Handball-Treff der Landeshauptstadt.

Dass bei der Tombola des nicht wie ein möglicher Abstiegskandidat auftretenden Gastgebers mit den beiden Hauptpreisen (Präsentkorb und ein Essen beim besten Griechen in Grimmen) auch noch das Füllhorn über den mitgereisten HSG-Fans ausgeschüttet wurde, rundete den schönen Ausflug Richtung Rostock zum Schlusslicht der Regionalliga ab.

”Alle waren froh, die undankbare Aufgabe ordentlich gelöst zu haben. Ein Sieg beim Tabellenletzten ist zwar eigentlich Pflicht, aber wie schnell wird man sonst schon mal zur Lachnummer”, bescheinigte Jan Strunk seinem Team eine gute Angriffsleistung: ”An der Abwehr werden wir arbeiten, aber wenn den Spielerinnen vorne nichts einfällt, ist es schlimmer.”

Neben den bewährten Qualitäten von Lene Ege oder Katrin Gohlke konnten in Grimmen mit der Unbekümmertheit von Ann-Christin Thoma (neun Treffer) und der resoluten Spielweise von Katrin Maukel zwei weitere Holsteinerinnen attraktive Akzente setzen. ”Ann-Christin macht von Woche zu Woche einen Schritt nach vorn, und Katrin hat auch wieder Fuß gefasst”, verteilte der Kieler Handball-Lehrer Komplimente.

HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Jungjohann, Meyer – Ege (8/3), Gohlke (6), Gronau, Hansen (3), Köhn (2/1), Maukel (3), Metz, Schulz (3), Thoma (9), Ziegler (1).

[Quelle: Kieler Nachrichten – 15.10.2001]

Lene Ege ebnete Weg zum 24:16

Handball-Regionalliga: ”Krabben” souverän

Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen bleibt in der Handball-Regionalliga der Frauen auf der Überholspur. Ein 30-minütiger rasanter Spielrausch reichte, um im Spitzenspiel gegen den MTV Wandsbek 72 einen ungefährdeten 24:16 (16:6)-Heimsieg einzufahren.

Regisseurin Lene Ege in Länderspielform und Torfrau Christine Meyer mit 17 gehaltenen schweren Bällen waren die Führungspersönlichkeiten auf dem Parkett, die in der konfusen zweiten Halbzeit bei den ”Krabben” klaren Kopf behielten und den Weg auf den zweiten Tabellenplatz ebneten.

Von der internationalen Bühne hat sich die schlitzohrige Norwegerin zwar auf eigenem Wunsch zurück gezogen, aber wer das temperamentvolle Energiebündel mit ihren Gegenspielerinnen Katz und Maus spielen sieht, muss diese Entscheidung aus sportlicher Sicht einfach bedauern. Vor dem Seitenwechsel drückte Lene Ege ordentlich auf das Gaspedal, nach dem Pausentee zog die 25-jährige Strategin die Handbremse an, als ihre Mannschaftskameradinnen nicht mehr auf Touren kamen und nur noch mit viel Leerlauf die zwei Punkte unter Dach und Fach brachten. „Da hat man gesehen, dass wir uns noch verbessern müssen“, sagte Ann-Christin Thoma, die zusammen mit Maike Gronau im Windschatten von Lene Ege auf den Halbpositionen zunächst viele positive Akzente setzte.

In überragender Form präsentierte sich zudem Christine Meyer. Wie Windmühlenflügel rotierten die Extremitäten der 181 Zentimeter langen Torhüterin zwischen den Pfosten. Was die Wandsbekerinnen auch versuchten, die 35-jährige Teammanagerin bekam immer eine Hand oder einen Fuß an den Ball. „Die Deckung stand einfach gut“, gab Meyer das Lob an ihre Vorderleute weiter. „Wir wollen uns aber nicht mit Spekulationen belasten, welche Plätze wir belegen könnten. Es wird jetzt immer schwieriger zu gewinnen.“

Nun, zumindest die bisher ungeschlagenen Hamburgerinnen waren lange Zeit völlig perplex ob des HSG-Angriffswirbels. MTV-Trainer Dr. Lutz Siemsglüss durfte nach der frühen Auszeit (16.) nur mit der Moral einer überforderten Mannschaft halbwegs zufrieden sein: „Die Kielerinnen waren sogar mit dem Ball stets zwei Schritte schneller als wir.“

[Quelle: Kieler Nachrichten – 08.10.2001]

HSG Holstein Kiel/Kronshagen nach 22:13 schon auf Platz zwei

Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen setzte die jüngste Erfolgsserie in der Handball-Regionalliga der Frauen in beeindruckender Art und Weise fort und entführte mit dem 22:13 (11:6) bei der SG Kisdorf/Leezen nun zum ersten Mal in dieser Saison beide Punkte aus der Fremde.

Ein starker Abwehrverband und Linksaußen Katrin Gohlke mit erneut einem Dutzend Toren in der Form ihres Lebens sorgten dafür, dass die Kieler Krabben schon auf Platz zwei immer dichter an die Tabellenspitze krabbeln.

Traumwandlerisch sicher im Tempogegenstoß nutzte die 26-jährige Bundesgrenzschutzbeamtin die präzisen Vorlagen ihrer Mitspielerinnen, um dank ihrer Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit das persönliche Torkonto auf 37 Treffer in drei Spielen zu erhöhen.

Selbst eine kurze Deckung gegen die Kieler Regisseurin Lene Ege ist längst kein probates Mittel mehr, den Spielfluss der Holsteinerinnen zu hemmen: ”Das liegt den anderen dann umso mehr”, freut sich HSG-Trainer Jan Strunk über die Unberechenbarkeit seines kleinen Kaders. Sogar der kurzfristige Ausfall von Sigrid Jungjohann zwischen den Pfosten, die sich einen Lendenwirbel ausgerenkt hatte, konnte durch Christine Meyer glänzend kompensiert werden. Vom Teamgeist angesteckt wurde auch Inga Siedenburg, die sich spontan als Ersatzfrau im Tor auf dem Spielberichtsbogen eintragen ließ.

HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Siedenburg, Meyer – Ege (4/3), Gohlke (12), Gronau, Hansen (2), Köhn (1), Mauke, Metz, Mordhorst, Schulz (1), Thoma (2).

[Quelle: Kieler Nachrichten – 01.10.2001]

Holstein kratzte beim 20:20 am DGF-Nimbus

Die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen blieb auch am zweiten Spieltag in der Handball-Regionalliga der Frauen ungeschlagen und kratzte beim 20:20 (9:10) sogar am Heimnimbus der Unbesiegbarkeit der DGF Flensburg. Seit 1999 hat der Aufsteiger in eigener Halle inzwischen schon nicht mehr verloren und rettete diese bemerkenswerte Bilanz allerdings erst 30 Sekunden vor dem Abpfiff.

Wichtiger als das Ergebnis dürfte für die Kieler dagegen die Erkenntnis sein, dass man auch ohne die aus privaten Gründen fehlende Regisseurin Lene Ege konkurrenzfähig ist.
Wie schon in der Vorwoche überzeugten die Holsteinerinnen auch im hohen Norden erneut spielerisch.
Katrin Gohlke knüpfte mit neun Treffern dort an, wo sie gegen Eidelstedt aufgehört hatte. Ann-Christin Thoma ging im Angriff ebenfalls sehr beherzt auf Torejagd, und die erst 16-jährige Annika Mordhorst zeigte bei ihrem Regionalliga-Debüt schon gute Ansätze.

Einziges Manko blieb die Chancenverwertung der offensivfreudigen Spielerinnen von Jan Strunk. „Wenn man so viele Fahrkarten wirft, fängt man irgendwann an, über diese Fehlversuche nachzudenken“, registrierte der Handballlehrer mit mehr als 30 verpatzten Angriffen eine schlechte Wurfquote.

Maßgeblichen Anteil an diesem Kieler Manko hatte die ehemalige Mönkebergerin Anja Pullwitt zwischen den DGF-Pfosten, die viele Bälle wie mit einem Magneten in den Schuhen magisch anzog.

HSG Holstein Kiel/ Kronshagen:
Jungjohann, Meyer – Gohlke (9/2), Gronau (1), Hansen (1), Köhn (3/3), Maukel (1), Metz, Mordhorst, Schulz, Thoma (5).

[Quelle: Kieler Nachrichten – 24.09.2001]

Leckere HSG-Delikatessen

Katrin Gohlke beim 32:17 gegen Eidelstedt 16-fache Torschützin für Holstein

Das Heimdebüt der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Regionalliga der Frauen begeisterte mehr als 230 Zuschauer in der Halle am Suchsdorfer Weg.

Mit 32:17 (17:8) wurde der Titelanwärter Eidelstedter SV nach allen Regeln der Handball-Kunst verputzt. Der erste „Krabben Cocktail“ der Saison 2001/2002 war mehr als nur ein Appetithäppchen auf weitere sportliche Leckerbissen und dürfte ein Vorgeschmack auf die nächsten Delikatessen sein. Für das Dressing auf diesem Festmahl sorgten Regisseurin Lene Ege, die für ihren Spielwitz immer wieder Szenenapplaus erhielt sowie Linksaußen Katrin Gohlke, die 16 Tore zum Rausch der Sinne beisteuerte.

Stillstand gab es bei der taktisch und konditionell hervorragend vorbereiteten Truppe von HSG-Trainer Jan Strunk nur bei der Gedenkminute für die Opfer der abscheulichen Attentate in Amerika.

Ansonsten waren alle Akteurinnen 60 Minuten permanent in Bewegung, standen bereits fünf Minuten nach dem Halbzeitpfiff wieder voller Tatendrang auf dem Parkett und trieben die hoch gehandelten Eidelstedterinnen mit ihrer unorthodoxen Offensivdeckung und den attraktiven, temporeichen Angriffsvarianten schier zur Verzweiflung.

„Bei uns herrschte das blanke Chaos. Einige kommen wohl mit dem Druck der als Favorit auf uns lastet nicht klar“, staunte die ehemalige Schwartauer Zweitligaspielerin Dana Kretschmann, die zwar elf Treffer erzielte aber von ihren Mitspielerinnen kläglich im Stich gelassen wurde, über den wunderbaren Wirbel den die Holsteinerinnen veranstalteten.

Den raffinierten Anspielen der Norwegerin Lene Ege – vor den Augen ihres Mannes Steinar (Torwart beim THW Kiel) und der elf Monate alten Tochter Lotte auf der Tribüne – an den Kreis oder per Rückhand auf die Halbpositionen und präzisen Pässen zum schnellen Gegenstoß standen die Gäste völlig hilflos gegenüber. Nutznießer dieser vorzüglichen Vorarbeit war neben Ann-Christin Thoma oder Katrin Maukel und Sonja Hansen vor allem Katrin Gohlke. Ein Dutzend Mal schloss die 26-jährige Traumkombinationen fast nach Belieben erfolgreich ab, vier Tore versenkte sie zusätzlich vom Siebenmeterpunkt. „An so ein Spiel kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Das hat wirklich allen viel Spaß gemacht“, strahlte die kongeniale Partnerin von Lene Ege mit ihren Teamkolleginnen um die Wette.

„Wenn es läuft, passt eben alles und Eidelstedt ist ja nicht irgendein Gegner. So ein Ergebnis mit 32 Toren zum Einstand, da bekomme ich ehrlich gesagt fast schon ein bisschen Angst“, genoss auch Jan Strunk den in dieser Höhe sensationellen Triumph.

HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Tor: Meyer, Jungjohann – Feld : Gohlke (16/4), Maukel (3), Hansen (3), Ziegler (l), Thoma (4), Köhn (1/1), Ege (2), Schulz, Dewald, Gronau (2).

[Quelle: Kieler Nachrichten v. 17.09.2001]